Die Erde brennt!

2022 ist fast zu Ende, ebenso wie die Zeit, die uns noch bleibt, um das 1,5° Ziel noch einzuhalten.

Auf dem Bild seht ihr, was bereits jetzt, aber auch in Zukunft auf unserem Planeten passiert, wenn in der Politik die Klimakatastrophe ignoriert oder als Randthema beachtet wird: Die Erde brennt.

Anstatt sich aber dieser Bedrohung zu widmen, wurden in Deutschland 2022 lieber die Menschen kriminalisiert, die mit ihrem Protest in den zivilen Ungehorsam gehen. Denn was ist schon die Klimakrise gegen Personen, die den Autoverkehr stoppen.

Außerdem durften wir dieses Jahr bei einer Weltklimakonferenz zusehen, bei der die Beschlüsse der vorhergehenden Konferenz noch mehr aufgeweicht und neue Beschlüsse extrem schwammig formuliert wurden. Auch dort hat sich wieder gezeigt: Bei der Klimakrise ist auf die Politik kein Verlass.

Verkehrsminister Wissing sprach im Februar davon, dass wir nicht zu viel Klimaschutz betreiben sollten. Das ist auch gar kein Problem für die Ampelregierung, schließlich werden ja nicht mal die wenigen Klimaziele, die Deutschland aktuell hat, erreicht.

Im März kam dann außerdem das Urteil, dass Lützerath zerstört und die darunterliegende Braunkohle abgebaggert werden darf. Das mit Lützerath verbundene 1,5° Ziel in Deutschland ist dabei ganz egal, denn es wurde ja im geltenden Recht entschieden. Die Politik und RWE beteiligen sich unter Anderem in Lützerath also aktiv daran, dass Lebensgrundlagen zerstört und Klimaziele unerreichbar werden. Deshalb: Lützerath verteidigen, RWE stoppen! Alle Dörfer bleiben!

Fazit ist also: 2022 war eine Katastrophe für den Klimaschutz. Wenn nicht nur Modell-Globen brennen sollen, sind wir auf einem guten Weg: Die Erde brennt jetzt schon und die Politik schaut zu und finanziert weiterhin fossile Technologien, anstatt endlich Geld in eine gerechte Energiewende zu stecken.

Wenn wir verhindern wollen, dass unser Planet unbewohnbar wird, müssen wir das 1,5° Ziel einhalten, alle Dörfer, alle Wälder stehenlassen und die gierigen Finger fossiler Konzerne müssen raus aus der Klimapolitik. Das alles ist 2022 nicht passiert und es bleibt unwahrscheinlich, dass 2023 große Änderungen am bisherigen Kurs stattfinden. Zuschauen und nichts tun ist aber auch keine Lösung. Deshalb ist und bleibt Klimaschutz Handarbeit.