Unser Fazit zur COP27

Am 21.11.2022 endete die Weltklimakonferenz in Sharm el Sheikh. Deshalb möchten wir mit euch einen Blick auf die Beschlüsse werfen:

Ein Erfolg der COP27 ist der Beschluss eines „Loss and Damage“- Fonds. Damit sind die weltweit größten Treibhausgas-Emittenten verpflichtet, für durch sie verursachte Schäden in anderen Staaten aufzukommen. Somit können die betroffenen Staaten Infrastruktur wiederaufbauen. 

So positiv diese Nachricht ist, bleiben viele Fragen jedoch vorerst ungeklärt, auch die einfachen W-Fragen. Damit ist der Beschluss sehr vage, aber dafür fehlt uns die Zeit, deshalb gilt es weiterhin Druck zu machen, laut zu bleiben und nicht wegzuschauen.

Ein weiterer Beschluss ist, die Verbrennung klimaschädlicher Kohle „herunterzufahren“, damit wurde also nicht mal ein verbindlicher Ausstieg aus der Kohle beschlossen, geschweige denn ein Ausstieg aus anderen fossilen Energieträgern, wie Öl und Gas. 

Der Beschluss ist extrem schwammig formuliert und zeigt wieder: Der für die COP27 betriebene Aufwand steht nicht im Verhältnis zu den Ergebnissen.

Das Pariser Klimaabkommen beinhaltet das 1,5°-Ziel, auf dem auch während der COP26 der Fokus lag. In diesem Jahr allerdings wurde das Ziel eines „Emission-Peaks“ 2025 aus dem Abschlussbericht genommen. Der „Emission- Peak“ bedeutet, dass im Jahr 2025 die Spitze der Emissionen erreicht werden würde und von dort an die Treibhausgasemissionen nur noch fallen dürfen, damit das 1,5° Ziel erreicht wird. 

Also wurden selbst die Beschlüsse der vorletzten Weltklimakonferenz noch mehr aufgeweicht und das 1,5°- Ziel, zumindest auf dem Papier, unerreichbar gemacht.

Mojib Latif, ein Klimaforscher, sagte zur COP27 „Wir kommen einfach nicht voran.“ Das können wir auch so unterschreiben. Die Beschlüsse der Weltklimakonferenz sind bei Weitem nicht ausreichend und wir sehen, dass kein Verlass darauf ist, dass bei Konferenzen ernstzunehmnde Vereinbarungen getroffen werden. Unser Fazit ist also: Es braucht weiter Druck von der Straße. Keine Institution wird uns retten. Klimaschutz bleibt Handarbeit.